Aristides de Sousa Mendes: ein Familienmensch

Aristides de Sousa Mendes do Amaral e Abranches wurde am 19. Juli 1885 in Cabanas de Viriato in der Nähe von Viseu geboren. Sohn von Maria Angelina Ribeiro de Abranches und dem Richter José de Sousa Mendes, absolvierte der Rechtswissenschaftler zusammen mit seinem Zwillingsbruder César in der Universität von Coimbra, als er 22 Jahre alt

Aristides de Sousa Mendes do Amaral e Abranches wurde am 19. Juli 1885 in Cabanas de Viriato in der Nähe von Viseu geboren. Sohn von Maria Angelina Ribeiro de Abranches und dem Richter José de Sousa Mendes, absolvierte der Rechtswissenschaftler zusammen mit seinem Zwillingsbruder César in der Universität von Coimbra, als er 22 Jahre alt war.

Im Jahr 1908 heiratet er seine Cousine Angelina, die die Mutter seiner 14 Kinder wäre. Er beginnt seine diplomatische Karriere sehr jung und im Jahr 1910 wurde er Konsul von Demerara in Guyana.

Aristides de Sousa Mendes arbeitete als Konsul in Guyana, in Sansibar, in Brasilien (Curitiba und Porto Alegre), in den USA (San Francisco und Boston), in Spanien (Vigo), in Luxemburg, in Belgien und schließlich in Frankreich (Bordeaux).

Er war ein Familienmensch und ein Patriarch, der immer seine Frau und Kinder nah hatte und bat ihnen Hochschulausbildung mit Malerei, Zeichnung und Musik-Klassen. Einer seiner Söhne hat einmal gesagt: “Wir hatten eine echte Kammerorchester in unser Zuhause und wir hatten regelmäßig Personen eingeladen, um unsere Konzerten zu sehen. Wir spielten Chopin, Mozart, Bach, Beethoven, und so weiter.”

Am 24. Juni 1940 erhielt Aristides de Sousa Mendes ein Telegramm von Salazar. Er befahl ihm, nach Lissabon zu kommen und seine Ungehorsamkeit zu erklären. Aristides de Sousa Mendes wurde entlassen und ohne Rente, obwohl er eine 30-jährige diplomatische Karriere hatte.  Seine Söhne wurden von der Hochschulbildung abgesperrt und die Familie Sousa Mendes hat das Haus Casa do Passal verloren. Die jüdische Gemeinde von Lissabon bot Schutz und Nahrung für die Familie und hat seinen Söhne geholfen, sich in die USA und Kanada zu ziehen. Am 3. April 1954 starb er in Elend.

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