Das Kloster von Santa Cruz de Coimbra

Das Kloster Santa Cruz wurde in der Regierungszeit von Afonso Henriques von einer Gruppe von zwölf Chorherren von St. Augustine gegründet.

Das Kloster Santa Cruz wurde in der Regierungszeit von Afonso Henriques von einer Gruppe von zwölf Chorherren von St. Augustine gegründet.Diese Klostergemeinschaft war in der Tat das wichtigste Mönchshaus der ersten Dynastie: es prägte zudem ein für die Identität Portugals entscheidendes Zeitalter und trug während der Gründung des portugiesischen Reiches zur politischen Machtgewinnung der Stadt Coimbra bei.

Das vom Orden von Santo Agostinho beherrschte Kloster Santa Cruz de Coimbra wurde zu einer wichtigen mittelalterlichen Schule, in der Intelektuelle und Politiker sich weiter bildeten, und welche außerdem die neue Dynastie unterstützte. D. Afonso Henriques war im Klosterleben immer eine präsente Persönlichkeit; er suchte sich diesen Ort für seine Grabstädt aus, und so tat es Jahre später auch sein Sohn D. Sancho I.

In den folgenden Jahrhunderten wurde Santa Cruz zum Sitz eines gesamten kirchlichen Gebiets und machte sich zudem als Kultur- und Intellektuellenzentrum des Reiches bemerkbar. Ab 1527 bildete sich durch die Vereinigung anderer portugiesischer Domkloster die Kongregation von Santa Cruz und das Collegium Sapientiae, ein wichtiges akademisches und mit de Universität von Coimbra verbundendenes Zentrum, in dem unterschiedliche Professoren des Ordens unterrichteten.

Das Klostergebäude

Obwohl sich die Arbeiten noch über fast ein Jahrhundert hinauszogen, eröffnete die Gemeinde das ab 1131 in Bau gegebene Kloster von Santa Cruz bereits im darauffolgenden Jahr; Die Kapelle mit Hochaltar wurde im Jahr 1150 beendet und die Kirche förmlich erst im Jahr 1228 geweiht. Die wachsende Bedeutung des Klosters brachte im Laufe der Geschichte so viele Interventionen mit sich, dass heute nur noch wenig von der ursprünglichen römischen Konstruktion zu finden ist.

Eine der wichtigsten Daten der Klostergeschichte geht auf die erste Hälfte des 16.Jhdts zurück, einer Zeit, die den Anschein des Gebäudes geprägt hat und von König D. Manuel, stark beeinflusst wurde. Um die Würde der Grabstädte der ersten Könige Portugals besorgt, ließ D. Manuel eine Reihe Arbeiten durchführen, welche das Innere und Äußere des Gebäudes bereichern sollten.Im Jahr 1507 begannen dann unter der Leitung von Boytac, und später, von Diogo de Castilho, die von den wichtigsten Architekten und Bildhauern der manuelinischen Zeit durchgeführten Interventionen. Dem zuletzt genannten Architekten ist die Zeichnung der monumentalen Fassade zu verdanken, dessen Skulpturen wiederum aus der Hand des Nicolau de Chanterenne entstanden sind, dem berühmten Bildhauer, der die Gräber der Könige Afonso Henriques und Sancho I umformuliert hat.

Die Interventionsarbeiten zogen sich über die Herrschaft des D. João III hinaus, der Zeit, in der der Garten Jardim da Manga, ein kleiner von João de Ruão gezeichneter architektonische Schatz aus der Renaissance, gebaut wurde. Ein Besuch ist dieser Garten auf jeden Fall wert.

Wenn Sie das Kloster von Santa Cruz besichtigen, achten Sie auf folgendes:

  • Auf das von beeindruckenden und adrigen Gewölben geprägte und von baroken Fliesen verzierte Innere;
  • Auf den von Marcos Pires gezeichneten Kreuzgang Claustro do Silêncio mit seinen Bas-reliefs und dem von Nicolau Chanterenne aufgegriffenem Thema Leidenschaft
  • Auf die Sakristei des 17.Jhdts, in der Malereien von Grão Vasco und Cristóvão de Figueiredo zu sehen sind
  • Auf den Hohen Chor und das beeindruckende manuelinische Gestühl
  • Auf die zwischen 1719 und 1724 gebaute Barokorgel

Rua Martins de Carvalho, 33001-801 Coimbra

Return to the top