Marialva

Heutzutage sticht Marialva deutlich aus der Landschaft hervor; zu verdanken hat sie des dem imposanten Schloss, seinen Mauern und seinen solide gebauten aus der Felslandschaft herausragenden Bergfriede. Marialva erinnert uns deutlich an das Mittelalter.

Die auf einem Felsmassiv gelegene und beeindruckende Ortschaft Marialva wirkt wie in der Zeit stehengeblieben. Sie wurde bereits in der Vorgeschichte mehrmals besetzt und war zudem Kern des lusitanischen Stammes der Aravos, welcher dort eine Burg errichtet und sich mutig gegen die römischen Eroberungen angekämpft hat. Zu Beginn des zweiten Jahrhunderts, als die römischen Kaiser Trajan und Hadrian an der Macht waren, wurde diese Schlosssiedlung wiedererobert und erhielt daraufhin den Namen civitas Avarorum.

Nachdem die Ortschaft von Westgoten und Arabern besetzt worden war, wurde sie im Jahr 1603 von Fernando Magno erobert, wodurch ein für die christliche Wiedereroberung wichtiger Verteidigungspunkt entsanden ist. Nach der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1179, stellte D. Afonso Henriques dem Städtchen Marialva einen Freibrief aus und förderte seine Besiedlung. Das Schloss, das heute unübersehbar in die Höhe ragt, ist wohl in den darauf folgenden Jahren, höchstwahrscheinlich sogar noch unter der Herrschaft von D. Sancho I, gebaut worden. Um die Mauern dieses unzugänglichen Schlosses herum wuchs diese im Mittelalter als eine der wichtigsten der Region geltende Ortschaft, in der D. Dinis im Jahr 1286 einen Marktplatz errichtete. Möglicherweise war es aber auch der König, der zu der Zeit die Stadtmauern, die noch heute den Siedlungskern schützt, bauen ließ.

Obwohl Marialva einen Zuwachs zu verzeichnen hatte, erlitt die Ortschaft ab dem 16. Jahrhundert einen schrittweisen Verfall; sehr ähnlich verhielt es sich auch mit vielen anderen von den Entdeckern außer Reichweite gelegenen Ortschaften und Villen der Beira interior.Mit dem Bau neuer und modernerer Festungen wurde das Schloss überflüssig und die Bevölkerungszahl nahm zu. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts, als der Staat beschloss, die Struktur der Mauern und Zinnen zu sanieren, war Marialva eine Ruine.

Heutzutage sticht Marialva deutlich aus der Landschaft hervor; zu verdanken hat sie des dem imposanten Schloss, seinen Mauern und seinen solide gebauten aus der Felslandschaft herausragenden Bergfriede. Marialva erinnert uns deutlich an das Mittelalter.

Wenn Sie in Marialva sind, dann besuchen Sie doch folgende Sehenswürdigkeiten:

  • Das Schloss und die Überreste der ehemaligen Burg
  • Die Kirche Igreja de São Tiago mit ihrem manuelinischen Portal und den baroken Altaren
  • Die Kapelle Nossa Senhora dos Passos
  • Das im 17. Jhd. gebaute Gericht und das Gefängnis
  • Die römische Stadt Civitas Aravorum
Return to the top