Museum von Aveiro

Dieses im Jahr 1458 gegründete ehemalige dominikanische Frauenkloster, in dem einst auch Prinzessin Santa Joana lebte, spiegelt das Leben der Nonnengemeinschaften über ganze vier Jahrhunderte hinweg wieder, sowie auch die unterschiedlichen Stile, die die Architektur des Klosters über diesen Zeitraum prägten.

Das Museum von Aveiro wird in dem ehemaligen Jesuskloster der weiblichen Dominikanischen Ordnen beherbergt. Dieses Kloster, ein der ältesten Kloster in Aveiro, stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Es wurde von D. Brites Leitão und D. Mécia Pereira gegründet.Die Prinzessin D. Joana, Tochter des Königs D. Afonso V, ging 1472 in dieses Kloster und sie hat ein heiliges Leben geführt. Deshalb wurde sie 1693 selig gepriesen. Das Kloster wurde berühmt wegen der Heiligen Prinzessin Joanna und des entsprechenden religiösen Kults.

Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert wurde das Gebäude vergrößert, verbessert und künstlich bereichert. Im 19. Jahrhundert unter dem Liberalismus hat sich das religiöse Leben tief verändert. 1834 hat das Minister Joaquim António de Aguiar das Erlöschen der religiöse Ordnen beschlossen, was sofort in die Tat bei den männlichen Klostern umgesetzt wurde. Die weibliche Klausur wurde allerdings bis zum Tod der letzten Nonne erlaubt. Deshalb beherrschte die Klausur im Jesuskloster bis 1874.

1882 wurde das Gebäude der Dritten Dominikanischen Orden gegeben, die es in einer Schule umgewandelt hat. 1910 durch die Gründung der Republik und den Zuwachs der religiösen Intoleranz hat sich die Gemeinschaft von der Heiligen Joanna erlöscht. In diesem Jahr wurde das Kloster geschlossen und die Jesuskirche wurde Nationales Denkmal benannt. Das Museum von Aveiro wurde 1911 in dem Jesuskloster beherbergt.

Das Museum von Aveiro bietet eine Besichtigungsprogramm mit zwei unterschiedlichen Punkten, die sich trotzdem ergänzen: die monumentale Route und die permanente Ausstellung.

Im Erdgeschoss beobachten Sie den unteren Chor mit dem Grab der Heiligen Prinzessin Joanna; die Jesuskirche; das Kloster mit seinen Kapellen; den Kapitelsaal und das Refektorium.

Die Jesuskirche ist auch sehr bedeutungsvoll und wird mit prächtigen vergoldeten Holzschnitzereien sowie portugiesischen Kacheln (“azulejos”) dekoriert. Diese Kirche ist auch ein ausgezeichnetes Beispiel der Exuberanz der Barock-Dekoration.
Die Hauptkapelle wurde von den Steinmetzen und Bildhauern António Gomes und José Correia und von dem Maler Manuel Ferreira e Sousa gezeichnet.
Der innere Chor, wo das Grab der Heiligen Prinzessin Joanna liegt, ist ein Meisterwerk des Barocks in vielfarbigem Marmor mit Einflüssen des italienischen Geschmacks und wurde von dem königlichen Architekt João Antunes geschöpft.
Der Kreuzgang aus dem spät 15. Jahrhunderts und dem früh 16. Jahrhunderts und das Refektorium mit seiner wunderschönen Lesetribune und Wänden, bedeckt mit Kacheln, sind auch nennenswert.

Im oberen Etage für der Kreuzgang zum hohen Chor und den angrenzenden Kapellen.

Der Raum der permanenten Ausstellung hat zwei Spuren des ehemaligen Klosters: den Raum der Handarbeiten und die Kapelle von Senhor dos Passos.

Besuchen Sie dieses Museum, in dem heute eine bedeutende Sammlung aus Gemälden, Skulpturen, Schnitzereiarbeiten, Fliesenmalerei und Schmuck zu bewundern ist; Lassen Sie die Stille dieses dominikanischen Klosters auf sich wirken und begehen Sie die von Gewölben und Kreuzgängen gezeichneten Räumlichkeiten. Ebenfalls zu bewundern sind die mit kontrastreichen Farben beschmückten Altare der Kirche, sowie der festlich beschmückte Stein des Schlafsaals.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 10.00 bis 18:00 Uhr
Geschlossen am Montag, Weihnachten, Oster und am 1. Mai.

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