Der vor Peniche gelegene Archipel von Berlenga besteht aus drei Gruppen von kleinen Inseln: Berlenga Grande (die einzige, die bewohnt ist und mit dem Boot von Peniche aus besucht werden kann) und die nahe gelegenen Riffe Estelas und Farilhões-Forcadas. Seine geologische Beschaffenheit ist anders als die, die wir an der portugiesischen Küste finden.

Die Inseln haben eine besondere Fauna und Flora, die ihr Ökosystem weltweit einzigartig machen. Diese besondere Bedeutung führte 1981 zur Gründung des Naturreservats Berlenga.

Parede de Rabo de Asno

Die Meereshöhlen sind Lebensräume von großem ökologischen und geologischen Wert. Dieser Lebensraum ist für die marine Produktivität von großer Bedeutung und bietet ein Refugium für mehrere Fischarten wie z.B. den Meeraal (Conger Conger), die das Gebiet als Kinderstube nutzen sowie für viele wirbellose Meerestiere. Im Berlengas-Archipel gibt es mehrere Meereshöhlen, die für die Artenvielfalt im Meer interessant sind. Da nur sehr wenig Licht in die Höhlen dringt, wachsen dort nur wenige Algen und Pflanzen. Dennoch sind die Meereshöhlen echte Wildnisrefugien mit vielen Arten von Wirbellosen (Seefächern) und Manteltieren (Tunikaten), die die Felswände bedecken. Die einzigartige Schönheit dieser Höhlen lockt viele Taucher an.

Parede de Rabo de Asno ist „der“ Tauchgang, den jeder machen will.

Der Felsen ist für seine rote, mit Weichkorallen bedeckte Wand und seine Höhle berühmt. Durch das strahlend blaue Wasser ähnelt die Wand einer Korallenwand, wie man sie normalerweise in tropischen Meeren findet. An einigen Stellen ist der Fels vollständig mit Weichkorallen bedeckt. Auch im Inneren der Höhle findet man mit Weichkorallen bedeckt Wände und große Schwärme von Franzosendorschen – ein überwältigender Anblick!

Es ist ein Tauchgang mit den üblichen Strömungen, die die pelagischen Fische zum Fressen entlang der Wand führen. An den Enden des Felsens findet man meist rote Fleckbrassen, manchmal kann man auch Mondfische beobachten.

Lage: Berlengas
Tauchart: Freizeit
Tauchort: See
Sehenswürdigkeiten: Sandboden, Unterwasserfauna und -Flora, Wracks
Durchschnittliche Tiefe: 28 Meter
Maximale Tiefe: 30 Meter
Wassertemperatur: 16ºC-20ºC

Flandres

Ein sehr einfacher und entspannter Tauchgang vor der Insel Berlenga. Der Tauchgang führt zu einem flachen Sandgrund, wo man einige Gestreifte Knurrhähne (Trigloporus lastoviza) finden kann. Von dort aus geht es zu einer kleinen Höhle, in der dunkle Gabeldorsche (Phycis phycis) unterwegs sind. Sie werden auch ein kleines Wrack besichtigen, in dem sich Kraken tummeln und in denen Sie Goldbrassen und die Goldstrieme beobachten können.

Maximale Tiefe: 15 Meter

Quebradas

An der Nordwestseite von Berlenga kann man nur an ruhigen und windstillen Tagen tauchen. Ein sehr wilder Ort mit schroffen Canyons und reich an Schwärmen von Meerbrassen im „Wildwasser“. Die Sichtweiten betragen oft über 15 Meter.

Maximale Tiefe: 16 Meter

Primavera

Dieses Wrack ist das einfachste Tauchrevier vor den Berlengas. Dank seiner geschützten Lage kann man dort auch tauchen, wenn es anderswo nicht möglich ist. Obwohl es stark verfallen ist, geht vom Wrack der Primavera immer noch eine große Faszination aus. Dort können wir dunkle Gabeldorsche, Blaumäulchen, Lippfische und Hummer beobachten, auch Petersfische und Mondfische sind zu sehen.

Maximale Tiefe: 24 Meter

Baía do Cerro do Cão

Diese Bucht befindet sich im nördlichen Teil von Berlenga, angrenzend an einen Felsen, der die Silhouette eines liegenden Hundes hat. Die Bucht wird von Canyons durchschnitten, die immer parallel zum Felsen verlaufen, sodass man von einem Canyon in den anderen taucht. Hier gibt es sehr interessante Passagen, manchmal taucht man auch unter Bögen hindurch. An den Steilwänden neben Berlenga gibt es immer eine große Vielfalt an Fischen, und in der Mitte des Wassers lassen sich häufig Schwärme von kleinen Pelagialfischen beobachten.

Maximale Tiefe :  25 Meter

Vapor do Trigo – Andreos

Andreos ist ein weiteres geschütztes Wrack in der Nähe von Berlenga, in dem man auch bei schwererem Seegang tauchen kann. Der interessanteste Bereich ist um die ehemaligen Dampfkessel herum, die von den großen Spezies bewohnt werden. Das Wrack hat aber auch viele interessante Löcher, die man erkunden kann. Die Goldbrasse schwimmt meist allein oder in kleinen Schwärmen. Da es sich um einen Strömungsbereich handelt, kann man hier auch Mondfische sehen.

Maximale Tiefe: 26 Meter

Rinchão

Dieses Riff liegt nördlich von Berlenga. Für die Schifffahrt ist es gefährlich, zum Tauchen jedoch ein fantastischer Ort. Der Riffkopf taucht in Phasen großer Gezeitenschwankungen manchmal aus dem Wasser auf. Ein bis zu einer Tiefe von 30 Metern reichender Hang steigt im Wasser empor und ist bei den Fischen als Futterplatz beliebt. Die Menge an Fischen ist oft erstaunlich: Seebrassen, Kuhbrassen, Wolfsbarsche, Bernsteinmakrelen und Drückerfische sind in großer Zahl zu sehen. Im tieferen Teil gibt es Wände, die mit roter Gorgonie (Paramuricea Clavata) bewachsen sind, und ein Wrack, Gomes VIII, von dem wir den Kessel, Teile des Motors und noch einige Strukturen sehen können.. Es ist ein exponierter Tauchgang, an dem häufig starke Strömung herrscht.

Maximale Tiefe: 32 Meter

Parede Rinchoa

Wie der Name schon sagt, liegt sich diese Wand unweit des Rinchão. Sie besteht aus einem Riffkopf, der bei 13 Metern beginnt und einer Wand, die bis in eine Tiefe von 35 Metern reicht. Die Wand ist nach Norden ausgerichtet und mit der typischen roten Gorgonie (Paramuricea clavata) bewachsen. Es gibt auch kleine Höhlen, die Meeraalen bewohnt werden, und ein Gebiet, in dem man in der Tiefe große Barsche und in höheren Bereichen Bernsteinbrassen sehen kann.

Maximale Tiefe: 35 Meter