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Das Naturreservat Paul de Tornada

Das Naturreservat Paul de Tornada ist ein Süßwasserfeuchtgebiet in fünf Kilometern Entfernung von Caldas da Rainha. Seit 2009 ist es als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung der Ramsar-Konvention eingestuft und das erste lokale Naturschutzgebiet, das von Nichtregierungsorganisationen verwaltet wird.

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Das Naturreservat Paul de Tornada ist ein Süßwasserfeuchtgebiet in fünf Kilometern Entfernung von Caldas da Rainha. Seit 2009 ist es als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung der Ramsar-Konvention eingestuft und das erste lokale Naturschutzgebiet, das von Nichtregierungsorganisationen verwaltet wird.

Es handelt sich um ein Süßwasserreservoir, das für viele Lebewesen, die auf dieses Feuchtgebiet angewiesen sind, überlebenswichtig ist. Von großer Bedeutung ist es aber auch für die Bewässerung der nahe gelegenen landwirtschaftlichen Flächen.

Das 53,65 ha große Naturreservat Paul de Tornada besteht aus einem zentralen Bereich, der ständig überflutet ist und kleine Lagunen bildet, die von der für diese Art von Ökosystem charakteristischen Vegetation umgeben sind. Hier gedeihen z.B. die Uferbinse (Schoenoplectus lacustris) sowie verschiedene Sumpfkräuter (Typhaceae).

Die Einzigartigkeit von Paul de Tornada sowie die Vielfalt seiner Lebensräume und der dort lebenden Lebensgemeinschaften machen dieses Feuchtgebiet zu einem Ökosystem mit großer biologischer Vielfalt. Zusammen mit der Lagune von Óbidos und den Feldern von Quinta do Tavai spielt dieses Feuchtgebiet eine wichtige Rolle. An heißen Sommertagen reduziert es Temperaturschwankungen und erhöht zugleich die Luftfeuchtigkeit.

Dieses Feuchtgebiet weist eine große Vielfalt an Vogelarten auf, die hier Schutz, Nahrung und Nistplätze finden.

Die Stockente (Anas platyrhynchus), das Blässhuhn (Fulica atra), der Graureiher (Ardea cinerea) und der Eisvogel (Alcedo atthis) sind einige Beispiele für ansässige Arten.

Viele Vogelarten verbringen hier den Winter: die Zwergseeschwalbe (Porzana porzana), die Zwergdommel (Ixobrychus minutus), der Purpurreiher (Ardea purpurea), das Purpurhuhn (Porphyrio porphyrio) und das Blässhuhn (Fulica atra), der Blaufußtölpel (Luscinia svecica), der Wiedehopf (Acrocephalus schoenobaenus), die Gebirgsstelze (Saxicola rubetra), die Gebirgsstelze (Motacilla flava) und das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana).

Zu den nistenden Vögeln gehören der Seidenreiher (Ixobrychus minutus), der Purpurreiher (Ardea purpurea), das Purpurhuhn (Porphyrio porphyrio) und das Blässhuhn (Fulica atra).

Zu den insektenfressenden Vögeln, die den Sommer in diesem Naturschutzgebiet verbringen, gehören der Mauersegler (Apus apus), die Rauchschwalbe (Hirundo rustica), die Mehlschwalbe (Delichon urbicum), der Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus), der Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) und der Rotschwanz oder Einfarbige Blatthüpfer (Locustella luscinioides).

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