Das Buch ist der rote Faden dieses Museumsprojekts, in erster Linie wegen seines symbolischen Werts als Vermittler im Dialog zwischen verschiedenen Völkern und Glaubensrichtungen.

Die Präsenz des Judentums in Leiria geht auf den Beginn des 13. Jahrhunderts zurück, als außerhalb der Stadtmauern eine Gemeinde entstand, die ihren Höhepunkt im 15. Jahrhundert hatte.

Spuren des mittelalterlichen jüdischen Viertels sind bis heute im Stadtbild sichtbar. 1492 ließ sich der Drucker Samuel de Ortas in der Region nieder, 1496 druckte er den Almanach Perpetuum von Abraão Zacuto, eine wichtige Grundlage für die portugiesischen Entdeckungen. Die Kirche der Barmherzigkeit wurde auf dem Fundament der einstigen Synagoge errichtet. In dieser Barockkirche, die auch als Casa dos Pintores bekannt ist, befindet sich heute das Zentrum für kulturelle Dialog.

Zentrum für interkulturellen Dialog und Synagoge von Leiria

Die Synagoge war der Mittelpunkt der jüdischen Gemeinde. Sie befand sich an der Stelle, wo heute die Kirche der Barmherzigkeit steht, ein christlicher Tempel mit manieristischen und barocken Elementen, der 2015 als Denkmal von öffentlichem Interesse eingestuft wurde.
Die Bruderschaft der Barmherzigkeit von Leiria wurde 1544 gegründet, und diese Kirche ersetzte in gewisser Weise die Funktion der Kirche S. Martinho (die zwischen 1546 und 1549 abgerissen wurde), zumindest bis zum Bau der Kathedrale im Jahr 1559.

Casa dos Pintores

Die aus dem Mittelalter stammende Casa dos Pintores liegt im Zentrum des jüdischen Viertels neben dem ehemaligen Largo dos Banhos. Sie ist ein seltenes Beispiel für die Wohnarchitektur im historischen Zentrum der Stadt. Der Name Casa dos Pintores (Haus der Maler) ist auf die große Zahl von Künstlern zurückzuführen, deren Porträts ihre Fassade zieren.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9.30 – 12.30 | 14 – 17.30 Uhr

Am 1. Januar, Ostersonntag und 25. Dezember geschlossen
Eintritt frei
Keine Führungen