Die Repúblicas von Coimbra sind geradezu mythische Orte des studentischen Lebens. Ihr Ursprung führt zurück ins 14. Jahrhundert, als König D. Dinis im Gebiet der Almedina Häuser bauen ließ, um den Studenten güsntigen Wohnraum bieten zu können. Im Laufe der Jahrhunderte wurden diese Repúblicas berühmte und entwickelten ganz eigene Traditionen. Im Jahr 1957 wurde der erste “código de praxe” (Codex für studentische Bräuche) herausgegeben, der den rechtlichen Status der Einrichtungen regelt und bestimmte Regeln festlegte. Als in den 1960er Jahrenin ganz Europa Studenaufstände gab und demokratische Reformen eingeführt wurden, spielten die Repúblicas de Coimbra in der nationalen Politik eine vorrangige Rolle: Dort kämpfte man um Freiheit und Demokratie. Bis heutige konnten die Repúblicas ihre Traditionen und Grundsätze im studentischen Milieu bewahren: das Leben in der Gemeinschaft und die Verteidigung der Demokratie.

Traditionen des Studentenlebens

In dieser Stadt Portugals, in der das studentische Leben so intensiv wie irgendwo sonst gepflegt wird, finden unzählige von Studenten veranstaltete Feiern statt. Die bekannteste ist die nach Abschluss jedes Studienjahres organisierte Feier “Queima das Fitas” (Verbrennung der Seidenstreifen). Dabei übergeben die Studenten des Abschlussjahres den Kommilitonen aus dem nächsten Jahr ihre Aktentaschen. Zudem werden gemeinsam zahlreiche Feste und Feiern veranstaltet, etwa die Serenata Monumental, der Cortejo dos Grelados, die Récita das Faculdades, die Verbena, die Garraiada und die Bênção das Pastas.