Im Naturreservat Serra da Malcata ist es noch möglich, durch eine unvergleichliche Landschaft zu wandern, in der die Anwesenheit des Menschen wenig spürbar ist und auf Schritt und Tritt seltene Tiere und eine Flora zu sehen sind, die an alte mediterrane Wälder erinnern. Das 1981 zum Schutz des Iberischen Luchses gegründete Reservat ist auch ein sicherer Lebensraum für Fuchs, Wildkatze, Wildschwein, Otter, Rehe, Schwarzstorch, Habicht und Nachtigall. Das Gebiet umfasst stolze 16.000 Hektar. Im Frühjahr und Herbst blühen Baumarten wie Pyrenäne-Eichen, Steineichen und Westlichen Erdbeerbäumen in goldener Pracht auf, dazwischen findet man kleine Bäche, Tümpel und Buschland.

Der Iberische Luchs

Zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts lebten in neun Zentren Portugals und Spaniens isgesamt ca.1000 Iberische Luchse. Heute sind es fast nur noch 100 Exemplare, über deren Vorkommen man in Portugal nicht ganz sicher ist. Eine Ausnahme bildet die in Silves gegründete Zuchtstation, die alle Bemühungen unternimmt, den Iberischen Luchs in den portugiesischen Lebensraum zurückzuholen. Für die Auswilderung in die Natur zieht man das Naturschutzgebiet Reserva Natural da Serra da Malcata als einen der ersten Zielorte in Erwägung.

Den Lebensraum des Luchses kennenlernen

Ziel der Reserva Natural da Serra de Malcata ist vorrangig, das Naturgebiet und die Lebensräume der Tiere und Pflanzen zu schützen, die Forschung und das Umweltbewusstsein zu fördern und regionale Veranstaltungen zu unterstützen. Zu diesem Zweck besitzt das Naturschutzgebiet im Zentrum für Umweltpädagogik Centro de Educação Ambiental Senhora da Graça ein Labor, einen Hörsaal, eine Bibliothek und einen Rundweg. Ein weiteres unter mehreren Beispielen hierfür sind didaktisch-pädagogisch ausgerichteten Ateliers, die sich auf das Thema Naturschutz konzentrieren. Weiterhin zählt dieser Ort als einer der Startpunkte für Wanderungen und Mountainbiketouren durch die Reserva und durch die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Serra: die Routen Caminho do Salgueirinho und Caminho do Sobreiral, die Kapelle Capela do Espírito Santo, der Caminho do Carvalhal oder der Cabeço do Pisão. Für körperlich weniger belastbare Besucher ist es auch möglich, das Reservat auf vier Rädern kennenzulernen.

Entdecken Sie dieses unberührte Land, das sich zwischen den nördlich gelegenen Côa-Fluss und den südlich gelegenen Bazágueda-Fluss schmiegt und lassen Sie sich von Artenvielfalt der Fauna, der Üppigkeit der Flora und von den das Gebiet durchziehenden Bächen in den Bann ziehen. Entdecken Sie die wilde Seite der Beira Interior.