Umschlossen von einem mächtigen mittelalterlichen Mauergürtel und gekrönt von der maurischen Burg, die einst von Dom Dinis wieder aufgebaut wurde und heute eine Pousada beherbergt, ist Óbidos ein hervorragendes Beispiel für eine mittelalterliche portugiesische Festung. Wie einst betritt man die Stadt noch heute über das Südtor Santa Maria, das mit Azulejos aus dem 18. Jahrhundert verziert ist.

Innerhalb der Stadtmauern, die im Licht der untergehenden Sonne goldfarben leuchten, herrscht ein fröhliches mittelalterliches Ambiente. Inmitten der pittoresk verwinkelten Gassen erinnern die alten, weiß gekalkten Häuser mit ihren im manuelinischen Stil erbauten, blau oder gelb bemalten Türöffnungen und Fenster daran, wie viele Häuser Dom Manuel I. (16. Jahrhundert) hier errichten ließ. Nicht zu vergessen die zahllosen farbenprächtigen Blumen und Pflanzen – ein Hochgenuss für jedes Auge!

Unbedingt besuchen sollte man die Mutterkirche Igreja Matriz de Santa Maria, die hübschen Kapelle des Hl. Martin und die außerhalb der Stadtmauern gelegene Kirche Igreja do Senhor da Pedra.

Unter den zahlreichen Veranstaltungen, die alljährlich in Óbidos stattfinden, stehen an erster Stelle die Festlichkeiten während der Karwoche (bei denen die Stationen des Kreuzwegs nachgestellt werden), das Festival Alter Musik (Oktober) und für die Naschkatzen das Internationale Schokoladenfestival im März. Dabei wird auch ein internationaler Wettbewerb veranstaltet, bei dem eine internationale Expertenjury unterschiedlichste Rezepte bewertet.