Das Gebäude befindet sich in wunderschöner Lage neben der Burg von Abrantes und wurde im Rahmen einer makellosen Renovierung, die den Richtlinien des UNESCO-Weltkulturerbes entspricht, sorgfältig saniert und erweitert. Bei dem Renovierungsprojekt wurden die wesentlichen Merkmale berücksichtigt, die diesem Gebäude seinen Wert im soziokulturellen Kontext verleihen, mit dem Ziel, Restaurierungs-, Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten durchzuführen.
Das Gebäude – Edifício Carneiro – zeichnet sich durch einen architektonischen Stil aus, der von den Chalets jener Zeit inspiriert ist. Dies zeigt sich in den drei Flügeln – zwei im oberen Bereich und einem zentralen Flügel –, die leicht von dem darunter liegenden, langgestreckten, parallelepipedförmigen Teil zurückgesetzt sind, mit markanten Satteldächern und Öffnungen einfacher Geometrie sowie im von Mauern flankierten, terrassierten Innenhof bzw. Garten.
Angesichts der vorhandenen Grundfläche sowie der architektonischen und baulichen Gegebenheiten des Carneiro-Gebäudes wurde beschlossen, die Nebenräume für das Museum in einem angrenzenden Gebäude unterzubringen.
João Charters de Almeida
João Charters de Almeida, geboren 1935, ist eine der führenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen portugiesischen Bildhauerei, dessen Werke von architektonischer Größe über mehrere Kontinente verstreut sind. Von Ton bis Bronze, von Stein bis Beton – seine Werke sind unter anderem in Portugal, den Vereinigten Staaten, Kanada, Italien, China und Brasilien zu finden.
Sein Markenzeichen sind die sogenannten „Imaginäre Städte“ – riesige vertikale Strukturen aus Beton, Marmor oder Stahl, die der Schwerkraft und dem sie umgebenden Raum zu trotzen scheinen. In seinen Werken steht die schwere Materie im Kontrast zur Leere. Die Lücken in seinen Werken sind keine Mängel, sondern Elemente, die bewusst gestaltet wurden, um Licht, Himmel und Bewegung hereinzulassen. Diese Strukturen können bis zu 40 Meter hoch sein und sind in Parks und auf Plätzen auf der ganzen Welt zu bewundern.
Sein künstlerisches Werk umfasst zudem Keramik, Malerei, Druckgrafik, Zeichnung, Design und Bühnenbild sowie Kostümdesign für Oper und Ballett.
Die Sammlung Charters de Almeida
Die Erzählung dieser Sammlung, die diese intensive schöpferische Tätigkeit widerspiegelt, ist Teil der Dauerausstellung, die sich über 17 Ausstellungsräume erstreckt, die sich hauptsächlich im ersten und zweiten Stock des Museums befinden.
Der Rundgang beginnt am Haus und führt durch einen Innenhof weiter, wodurch ein Ausstellungsparcours unter freiem Himmel entsteht, der zum Eingang der Schlossgärten führt und gleichzeitig einen herrlichen Blick auf Aquapolis am Ufer des Tejo bietet, insbesondere auf die von ihm geschaffene Skulptur „Cidade Imaginária“ (Imaginäre Stadt).