Denkmäler und Sehenswürdigkeiten

Sítio in Nazaré

Sítio in Nazaré
Nazarés höchstgelegener Ortsteil Sítio, den man mit der Standseilbahn erreichen kann, ist zweifellos der schönste Aussichtspunkt der Stadt. 

Er ist mit der Verehrung der „Lieben Frau von Nazaré” verbunden. Laut einer Legende aus dem 12. Jahrhundert rief der Bürgermeister D. Fuas Roupinho die Jungfrau Maria an, als er bei der Verfolgung eines Hirsches in den Abgrund zu stürzen drohte.

Als Beweis seiner Dankbarkeit für die erhaltene Gnade ließ D. Roupinho eine kleine Gedenkkapelle errichten – die Ermida da Memória. In der Nähe wurde im 18. Jahrhundert eine Wallfahrtskirche erbaut, die alljährlich im September Schauplatz glanzvoller Feierlichkeiten ist.

Die enge Verbindung der Einwohner von Nazaré mit dem Meer zeigt sich besonders deutlich im lokalen Kunsthandwerk, zu dem Netze, Bojen, Körbe und die traditionellen Puppen gehören, die mit der typischen Tracht aus sieben Röcken gekleidet sind. Ebenfalls deutlich wird diese Verbindung in der Gastronomie, in der vor allem Fisch und Meeresfrüchte zubereitet werden. Unbedingt probieren sollte man Köstlichkeiten wie Fischeintöpfe und -suppen, Reis mit Meeresfrüchten und getrockneten Stockfisch.

In der Umgebung kann man eines der wenigen westgotischen Gotteshäuser besichtigen, die in Portugal zu finden sind: die Kapelle São Gião aus dem 7. Jahrhundert.

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