Die Schlacht von Aljubarrota
Ihre Ursprünge liegen im Anspruch des Königs von Kastilien auf die portugiesische Souveränität, der zur Krise von 1383–85 führte. Diese Krise mündete 1384 in die Schlacht von Atoleiros, die Portugal für sich entscheiden konnte. Sie gipfelte schließlich im Sieg von König João I. in der Schlacht von Aljubarrota am 14. August 1385.
Die Ausgangsposition der portugiesischen Armee in dieser Schlacht wurde von Nuno Álvares Pereira gewählt: Sie befand sich auf einem Plateau und war durch die natürlichen Gegebenheiten des Geländes sowie durch das Ausheben von Gräben und den Bau getarnter Schutzbarrieren gut verteidigt.
Die portugiesische Armee nahm eine rechteckige Formation ein. Diese bestand aus einer Vorhut aus Fußsoldaten sowie aufeinanderfolgenden Reihen von Speerkämpfern. Die Formation war darauf ausgelegt, der feindlichen Kavallerie entgegenzutreten. Diese Taktik ist als „Quadratformation“ bekannt. Sie stellte eine neue Entwicklung in der Infanterieverteidigung dar. Diese wurde während des Hundertjährigen Krieges in Europa eingeführt.
Die achttausend Mann starken Truppen von Nuno Álvares Pereira und dem frisch gekrönten König João I. besiegten die Kastilier unter der Führung von Juan I. von Kastilien.
Neben dem Schlachtfeld steht eine Kapelle, die ursprünglich der Jungfrau Maria geweiht war. Ihr Bau wurde im Jahr 1393 begonnen und drückt die Dankbarkeit für
den Sieg Portugals aus – eine Dankbarkeit, die auch im Kloster von Batalha zum Ausdruck kommt. Dieses wurde erst ab 1388 errichtet.
Der Weg war nun frei für die „illustre Generation, edle Prinzen“, wie sie Luís Vaz de Camões in dem Epos „Os Lusíadas“ beschreibt: die angesehenen Söhne von König João I., Meister des Ordens von Aviz. Er war ein Gegner der Vereinigung Portugals mit Kastilien und wurde am 6. April 1385 auf den Cortes von Coimbra zum König ausgerufen. Seine Frau Philippa von Lancaster war eine englische Prinzessin aus dem Hause Lancaster. Sie war 27 Jahre alt, als sie in Lissabon eintraf, um am 2. Februar 1387 in Porto den vielgepriesenen König von Portugal zu heiraten.
CIBA - das Interpretationszentrum zur Schlacht von Aljubarrota
Das CIBA ist ein Projekt der Stiftung „Schlacht von Aljubarrota”. Ziel der Einrichtung ist es, das kulturelle Erbe des Militärcamps São Jorge zu bewahren.
Das Zentrum befindet sich in der Ortschaft São Jorge. Die Ausstellungsfläche ist in vier Bereiche unterteilt, in denen ein innovatives Konzept zur Vermittlung von Bildung und Unterhaltung umgesetzt wird, das den Besuchern die Geschehnisse um die Schlacht von Aljubarrota auf anschauliche Weise näherbringt. Die ersten beiden Ausstellungsbereiche sind der Schlacht selbst, der Epoche, in der sie stattfand, sowie den archäologischen Funden auf dem Schlachtfeld gewidmet. Hier gibt es auch ein Auditorium, in dem eine Multimedia-Show über die Schlacht und die ihr vorausgegangenen Geschehnisse gezeigt wird. Der dritte Bereich widmet sich den verschiedenen Interpretationen der Schlacht. Hier werden verschiedene wissenschaftliche und literarische Arbeiten zum Thema präsentiert. Im Außenbereich des Zentrums, dem sogenannten Campo São Jorge, werden Orte präsentiert, die während der Schlacht eine bedeutende Rolle spielten.
Ein Besuch des Interpretationszentrums dauert etwa 50 Minuten, für das CIBA und das Militärcamp São Jorge sollten Sie etwa zwei Stunden einplanen.
Besichtigungen
Interpretationszentrum
Von Dienstag bis Sonntag - 10:00 - 17:30
Militärlager São Jorge und Kapelle
Von Dienstag bis Sonntag - 10:00 - 17:30
Geschlossen
am 1. Januar, am Ostersonntag, am 1. Mai und am 25. Dezember