In der Nähe des Ortes, an dem das Kloster von Batalha errichtet wurde, fand am 14. August 1385 ein entscheidendes Ereignis für die Festigung der portugiesischen Nation statt: D. João, Großmeister des Avis-Ordens und späterer König von Portugal, besiegte die kastilischen Armeen in der Schlacht von Aljubarrota. Dieser Sieg setzte einer dynastischen Krise ein Ende, die seit 1383 andauerte, als König Fernando, dessen einzige Tochter mit dem König von Kastilien, einem Thronanwärter Portugals, verheiratet war, starb.

König João widmete das Kloster der Jungfrau Maria, deren Beistand er vor der Schlacht erbeten hatte, und schenkte es dem Dominikanerorden, dem er selbst angehörte. So viel zum geschichtlichen Hintergrund, vor dem in fast 200 Jahre währender Bauzeit eines der beeindruckendsten gotischen Bauwerke der iberischen Halbinsel entstand. Seiner meisterhaften Architektur und historischen Bedeutung ist es zu verdanken, dass das Baudenkmal 1983 zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Eine Besichtigung der Innenräume des Klosters gehört natürlich zum Pflichtprogramm. Wenn sich die Gelegenheit dazu bietet, dann sollten Sie es sich aber unbedingt auch bei nächtlicher Beleuchtung von aussen anschauen, wenn die ganze Erhabenheit und Schönheit des meisterlich bearbeiteten Steins erst richtig zur Geltung kommen – ein unvergesslicher Anblick.