Religion & Spiritualität

Varanda de Nazaré

Varanda de Nazaré
Im Jahr 2026 feiert das religiöse und künstlerische Festival „Varanda de Nazaré” sein 16-jähriges Jubiläum. Die von der bekannten brasilianischen Sängerin Fafá de Belém organisierte Veranstaltung hat sich zu einem Höhepunkt des seit Jahrhunderten bestehenden Círio de Nazaré entwickelt, das jedes Jahr im Oktober in Belém do Pará, Brasilien, stattfindet.

Das diesjährige Thema „Mut, der im Glauben gedeiht“ ist von der Kraft der sogenannten „Icamiabas“, den Kriegerinnen des Amazonasgebiets, inspiriert. Diese furchtlosen Frauen fertigten die „Muiraquitãs“ an, froschförmige Amulette, die zu Schutzsymbolen für die Völker des Amazonas wurden.

Die Künstlerin, die zu Ehren der Verehrung ihres Vaters für die Muttergottes von Fátima den Namen Fátima erhielt, verriet, dass sich diese Verbindung im Laufe der Jahre auf die Muttergottes von Nazaré „übertragen“ habe.

Als sie im Alter von 18 Jahren Belém verließ, setzte Fafá die Tradition fort, an den Feierlichkeiten zum Círio de Nazaré teilzunehmen, darunter auch an denen in Rio de Janeiro.

Laut der Sängerin tragen die Menschen aus Pará diese Verehrung überallhin mit sich. Sie hob zudem die enge Bindung hervor, die die Gläubigen zu Unserer Lieben Frau von Nazaré knüpfen. Sie wird als ständige Begleiterin im Alltag und bei den Schwierigkeiten des Lebens angesehen.

Das Forum „Varanda da Amazônia“, das Teil des von der Sängerin konzipierten Programms ist, geht 2026 in sein viertes Jahr. Das direkt an „Varanda“ anknüpfende Thema lautet in diesem Jahr „Amazônia, ein Substantiv weiblichen Geschlechts“. Beide Projekte zielen in diesem Jahr darauf ab, die Tragweite der seit Urzeiten bestehenden weiblichen Größe im Amazonasgebiet hervorzuheben.

Eine weitere wichtige Entwicklung für die kulturelle Bewegung im Jahr 2026 ist, dass Fafá am 8. September zum ersten Mal „Varanda” zum Heiligtum von Nazaré in Portugal bringen wird.

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